
Wire Wrapping
– wenn Stein und Draht eine Sprache sprechen
Wire Wrapping gehört zu den ältesten Handwerkstechniken der Menschheit. Archäologische Funde zeigen, dass diese Kunst über 4.500 Jahre zurückreicht – lange bevor Schmuck industriell gefertigt wurde, wickelten Menschen Metalldraht um Steine oder Perlen, die ihnen bedeutsam waren.
Ich finde dieses archaische schön. Diese Verbindung von Hand, Draht und Stein hat etwas Urwüchsiges. Etwas, das Zeit braucht – und das man spürt.
Beim Wire Wrapping werden Metalldrähte um einen Stein gewickelt und dabei einfache oder komplexe Muster gebildet – ganz ohne Kleber, ganz ohne Löten. Nur Draht, Werkzeug und Geduld. Das Ergebnis ist jedes Mal ein Unikat – weil kein Stein dem anderen gleicht und kein Wickelprozess ganz exakt wiederholbar ist.
Beim Wire Wrapping darf der Stein ganz er selbst bleiben – unregelmässig, eigenartig, lebendig. Der Draht findet seinen Weg um ihn herum, hält ihn, trägt ihn – mal diskret im Hintergrund, mal als Rahmen, der den Stein erst richtig zum Leuchten bringt. Mich fasziniert, wie viele Möglichkeiten dabei entstehen können. Jede Windung führt woanders hin – zu einem Stück, das so nur einmal existiert.
Alle meine Stücke entstehen in patiniertem Kupfer, versilbertem Kupfer oder Silber. Sie sind von Hand gearbeitet, mit viel Ruhe und Bewusstsein für den Stein, den ich in den Händen halte.














